Oliver!

Musical von Lionel Bart
mit den Kinder- und Jugendchören des Konservatorium Winterthur
Winterthur
2012

Weitere Informationen: www.oliver-winterthur.ch

Regie: Björn Reifler
Assistenz: Adela Bierich
Musikalische Leitung: Christoph Bachmann
Assistenz: Meike de Villiers, Martina Zimmerli, Annina Bachmann
Licht: Stefan Falk
Assistenz: Aleksandr Goryachin
Ton: Andreas Brüll
Assistenz: Mike Dumitrescu
Kostüme und Maske: Susann Dubs
Bühne: Enrico Santoni

Das Stück

Die Handlung beginnt in einem englischen Arbeitshaus um 1850. Hier lebt der 13-jährige Oliver Twist mit anderen Kindern unter schlechten Bedingungen. Als Oliver beim Essen um einen Nachschlag bittet ist dies der Auslöser für die Leiterin der Anstalt, die Witwe Corney, Oliver loszuwerden. Sie verkauft ihn an einen Leichenbestatter. Auch dort wird Olivers Leben nicht besser. Nach einem Streit mit dem Lehrling und der Tochter des Ladenbesitzers kann Oliver entkommen. Er kommt nach London, wo er auf Artful Dodger trifft, einen Strassenjungen, der verspricht, ihn bei seinem Freund Mr. Fagin unterzubringen. Fagin entpuppt sich als Meister einer Bande jugendlicher Taschendiebe.Bei seiner ersten Diebestour für Fagin wird Oliver erwischt. Als er vor Hunger und Erschöpfung zusammenbricht nimmt ihn Mr. Brownlow, der Mann, den er bestehlen wollte, mit zu sich nach Hause und kümmert sich gut um ihn. Er sieht eine grosse Ähnlichkeit zwischen Oliver und seiner vermissten Tochter. Als Oliver wieder etwas genesen ist, schickt Mr. Brownlow ihn in die Stadt, um einige Besorgungen zu erledigen. Nancy und ihr brutaler Freund Bill Sikes lauern Oliver auf, entführen ihn und bringen ihn zurück zu Fagin. Sikes nimmt an, dass Oliver die Bande an die Polizei verraten habe, aber Nancy stellt sich schützend vor ihn. Fagin entscheidet, Oliver wieder mit Artful Dodger gemeinsam auf Diebestour gehen zu lassen.
Nancy will Oliver helfen und besucht Mr. Brownlow. Sie will ihm nicht verraten, wo der Junge versteckt wird, da sie Angst um ihr Leben hat. Sie verspricht aber, sich am Abend mit Mr. Brownlow auf der London Bridge zu treffen und Oliver mitzubringen. Bevor es zu dem Treffen kommt, findet Bill Sikes Nancy und Oliver. Er tötet Nancy und flieht mit Oliver als Geisel. Die Flucht endet mit Sikes' Tod. Oliver wird zu Mr. Brownlow, seinem Großvater, nach Hause gebracht.

Bilder: Sabine Bierich

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Disney's Erbe

von Björn Reifler / Ensemble
stage apple - Junge Bühne Theater BILITZ
Weinfelden
2011

Regie: Björn Reifler
Musikalische Leitung: Claudia Dahinden

Weitere Informationen: www.bilitz.ch

Das Stück

Was passiert wenn eine Horde Märchenprinzessinnen an einem Frauenabend aufeinander trifft? Zuerst wird geküsst, umarmt und getanzt, doch ein Wettkampf unter den bekannten Märchengestalten entbrennt als ein Brief auftaucht, in dem Walt Disney ankündigt, dass er sein Erbe einer würdigen Nachfolgerin überlassen möchte.
Die acht jungen Frauen des Theaterkurses stage apple Jugend zeigen in ihren Rollen als Märchenprinzessinnen, was blaublütige Grazien zu Stande bringen, wenn sie die Ärmel hochkrempeln, ihre gute Erziehung für einmal vergessen und ihre Talente jenseits von höfischen Knicksen und dem ganzen üblichen Zeremoniell zum Vorschein kommen. Und wie auch bei den klassischen Disney-Märchen darf man in diesem Stück auf viele wundersame und überraschende Geschehnisse gespannt sein ..

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Die kleinen Dinge im Leben

von Björn Reifler
mit Markus Hofmann und Claudia Rohrhirs
2011

Weitere Informationen: www.diekleinendinge.ch

Das Stück

Ein frei erfundenes Erzähltheater von Björn Reifler über das Leben als Erwachsener mit der Körpergrösse eines 11-jährigen.

Der kleinwüchsige Benno, mittlerweile ein Mann in seinen Dreissigern, erzählt aus seinem Leben – von der Kindheit bis zum jetzigen Moment wo er mit sich ringt, ob er seinen verlorenen besten Freund endlich wieder anrufen soll. Was ist alles passiert? Wie kam es zu diesem Zerwürfnis?

Er durchforstet sein Leben als Jugendlicher, seine Liebe zu Clara, die nie erwidert wurde, seine Freund- und Feindschaften, die kamen und wieder vergingen, sein Verhältnis zur Kirche oder die Erlebnisse als Statist in der Oper; die immer wieder als Konzept seines erwachsenen Lebens zu gelten scheinen. Er fokussiert auf die vielen kleinen Dinge, die zusammengesetzt das Leben ausmachen, er erzählt, reflektiert und sinniert – aus der Höhe von 146 Zentimetern.

Die Inszenierung

Das Bühnenbild wird von einem Wäscheständer dominiert. Kostümteile der einzelnen Figuren werden aufgehängt - zurückgelassen. Erinnerungen. Zum Schluss bleibt ein sich drehender Baum des Lebens.


Jack's Back

von Björn Reifler
mit dem Zürcher Jazzchor Jazzcetera
2008

Das Stück

"Jack's Back" handelt von den Lebenslügen der Wirtin Anna und ihrer Gefährten, deren Leben sich in Rückblenden in Annas Pianobar abspielen. Anlass dazu gibt ihnen das vermeintliche Auftauchen Jacks, Annas ehemaligem Liebhaber, Vater ihrer Tochter, dem verflossenen Geliebten ihrer Freundin Ines und früheren Kollegen der Transsexuellen Rosalia. Liebe, Eifersucht, Schuld, Reue und Freundschaft bilden den Hintergrund für die musikalischen Ausführungen von mehr und weniger bekannten Jazz- und Bluesstücken. Die Entdeckung, dass der in Erscheinung tretende nicht der den Akteuren bekannte Jack ist, nimmt den kunsthistorischen slogan „l’art pour l’art“ wieder auf, um ihn auf psychologischer Ebene zu transponieren zu der Erkenntnis: Wahrheit kommt schliesslich um ihrer selbst willen ans Licht.

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Jazzcetera Light

von Björn Reifler
mit dem Zürcher Jazzchor Jazzcetera
2007

Das Stück

Eine Komposition aus "A-cappella-Jazzchor-Musik", Projektionen und der Frage: "Welches Produkt benötige ich in welcher Lebenslage?"
Die Firma LBB-Kooperation und Claire laden Sie herzlich zu einem genussvollen “Promotion“-Abend ein. Unverbindlich präsentieren wir Ihnen Produkte, die garantiert light, bio oder gut fürs Budget sind. Zu Ihrem Wohlgefallen wird der Abend musikalisch vom renommierten Zürcher Jazzchor Jazzcetera untermalt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit einem solchen Inserat würde die fiktive Vertreibungsfirma LBB-Kooperation nach Kunden werben. Schlüpfen Sie in die Rolle der Kundin oder des Kunden und lassen sie sich von der Schauspielerin Madeleine Koch auf eine Werbefahrt entführen. Eine musikalische Reise beginnt. Der Zürcher Chor Jazzcetera zeigt Werke aus seinen ehemaligen Programmen, dabei werden die Sängerinnen und Sänger selbst zur Projektionsfläche für sämtliche Produkte aus der Firma, die sich darauf spezialisiert hat, Ihnen die Suche nach günstigen light- und Bioprodukten zu erleichtern.

Die Musik besteht aus bekannten Titeln aus dem Great American Songbook sowie aus eigens für Jazzcetera geschaffenen Kompositionen in Arrangements für 4-6stimmigen Chor a cappella. In einigen Stücken übernimmt die Sängerin Sara Bless den Solopart und wird vom Chor begleitet.

Unter der musikalischen Leitung von Gabriela Schöb und der Regie von Björn Reifler unterhält Jazzcetera erneut mit einem stimmigen Programm, indem Musik und Theater sich subtil ergänzen und vertiefen.


Manntje; Frautje

nach dem Märchen "Vom Fischer und syner Fru"
mit dem Zürcher Jazzchor Jazzcetera
2005

Das Stück

„Manntje; Frautje“ zeigt Interpretationen des Märchens „Von dem Fischer und syner Fru“: Der Fischer sitzt eintönig am Meer und angelt, und seine Frau hockt zuhause in ihrer erbärmlichen Hütte, die sie „Pisspott“ nennt. Mit markanten Strichen zeichnet dieses Märchen die Situation eines beziehungslosen Paars, die uns auch heute nicht fremd ist. Aber dann tritt das unerwartete Ereignis ein: Der Fischer zieht einen sprechenden Butt aus den tiefen des Seelenmeers, wirft ihn aber schnell wieder rein. Doch seine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie er wohl will. Und damit kommt die Sache ins Rollen. Ilsebill entwickelt immer masslosere Wünsche, die Natur bäumt sich auf und der Mann wird zur lächerlichen Figur. Auch das alles ist heute nicht so fremd.

Die Erzählerin führt schrittchenweise in das Märchen ein – der Chor interpretiert. Über das ganze Stück hinweg können fünf Pärchen beobachtet werden, die dem Fischer und seiner Frau nicht unähnlich sind; nur die Zeit hat sich geändert. Fünf Beziehungen die nach der anfänglichen Romantik (Night and day) in den Strom des heutigen Alltags geraten (Fascinating rhythm); bis eine dritte Person in ihr Leben tritt. Heimliche Wünsche beginnen sich zu regen (God bless the child), niemand kann jedoch dem Teufelskreis der Paarbeziehung entrinnen (Think).

Themen des Märchens werden an der jeweils prägnanten Stelle aufgegriffen und in unsere Zeit und auf unsere Paare übertragen: Bewunderung (Satin Doll), Einsamkeit (Misty), die Frau in der Männerwelt (The lady’s a tramp) und die Macht und Ohnmacht im Beziehungsverhältnis (Macht)...

Der Partner wird fremd, die Partnerin bleibt unerkannt. What is this thing called love?

Der Fischer und seine Ilsebill landen zum Schluss im alten “Pisspott”; finden unsere Paare eine Lösung?

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Die Nashörner

von Eugène Ionesco
mit der Dorfbühne Wermatswil
2005

Das Stück

Behringer, Ionescos Jedermann-Figur, sitzt mit Hans im Café. Während des Gesprächs hört man ein großes Tier herumlaufen und schnauben: ein Nashorn. Die Anwesenden sind empört über den Lärm und die Schäden, die das Tier hervorruft. Behringer betrachtet das Geschehen gleichgültig. Im Büro eines Verlagshauses dreht sich das Gespräch ebenfalls um die Nashörner. Frau Schmetterling streitet deren Existenz schlichtweg ab und bezeichnet Behringer und Daisy, welche beide die Tiere gesehen haben wollen, als Phantasten oder Lügner. Frau Ochs kommt herein: Sie wird von einem Nashorn verfolgt in welchem sie wenig später ihren Mann erkennt. Behringer besucht Hans, der von einer merkwürdigen Krankheit befallen ist: Er hat eine Beule auf der Stirn, die stetig wächst, seine Haut verändert sich; er verwandelt sich in ein Nashorn. Behringer flieht vor Hans' Aggressivität, sieht sich aber bald von anderen Nashörnern umzingelt. Seine Verwandlung zum Nashorn begrüßt Hans als "Rückkehr zur ursprünglichen Einheit" und Natürlichkeit. Behringer hat sich nach Hause zurückgezogen, wo ihn Kolleginnen aufsuchen und ihre Meinungen zur Ausbreitung der Nashörner kundtun. Immer mehr Menschen verwandeln sich in Nashörner, zuletzt verfällt auch Daisy dem Massenwahn. Allein Behringer will sich notfalls mit der Waffe verteidigen: "Ich bin der letzte Mensch. Ich werde es bleiben bis zum Ende! Ich kapituliere nicht!"

Die Inszenierung

Reduktion – Wie das Stück selbst die verschiedenen Thematiken reduziert, so empfindet die Inszenierung dieser Idee nach. Wie das Stück von Symbolen lebt, so stellt die Inszenierung das symbolische dar.

Das Volk wurde auf wenige Personen vermindert und dadurch eine grössere Komplexität in den Beziehungen geschaffen. Der Raum besteht primär aus drei geradlinigen Elementen und wird durch deren Position und die entsprechenden Stühle dargestellt. Requisiten werden keine verwendet.

In dieser Inszenierung der „Nashörner“ wird auf das Wesentliche reduziert – Die Menschen und deren Beziehung.

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Wenn du geredet hättest (Desdemona)

Nach "Desdemona" von Christine Brückner
mit dem theater nora
2004

Das Stück

"Christine Brückner setzt das jahrhundertelang übliche Bezugs-Verhältnis zwischen Männern und Frauen voraus, um es danach in seiner Absurdität sichtbar zu machen. Und wie das geschieht - mit viel Schalksinn, Einfallsreichtum und amüsantem Umkehren aller Verhältnisse! Und immer gegen den Strich gebürstet." (Walter Jens)

Diese Monologe wurden nicht überliefert, weil sie nie gehalten wurden. Aber wenn diese Frauen ungehalten waren - wozu sie allen Grund hatten - hätten ihre Reden diesen Wortlaut haben können: nach Ansicht der Autorin. Frauen aus der Geschichte, aus der Literatur, die angehört werden und etwas bewirken wollen. Die ungehaltenen Frauen bewirken mit ihren Reden nichts. Bei den Zuschauern der gespielten Monologe bewirken die Reden jedoch durchaus etwas.

Die Inszenierung

Aus Christine Brückners Buch "Wenn du geredet hättest, Desdemona" wurden sieben Monologe ausgewählt. Sechs dieser zornigen Monologe werden von Schauspielerinnen gespielt, der siebte, die Rede der Eva Hitler, geb. Braun, ertönt über den Lautsprecher.Die Monologe wurden aufgesplittet und in einer Collage zu einem ganzen Stück zusammengefasst, in welchem die Frauen miteinander und mit dem Publikum agieren können.Die fein ausgearbeiteten Rollen verbinden überlieferte Tatsachen mit eigenen Interpretationen in der Charaktergebung.Die stilisierten Handlungsabläufe ermöglichen dem Zuschauer die eigene Fantasie bezüglich des Adressaten zu erweitern.Sprachliche Variationen, Verbindungen und synchron gesprochene Texte bilden einen dichten Handlungsablauf.

Die Aufführungen

Neben den fein inszenierten Figuren und Textabläufen bleibt die Choreografie eine Improvisation am Ort. Die Wahl der Spielorte ist aussergewöhnlich: In einer Bibliothek, im Blumenladen, im Café, im Museum, ... (im Raum Winterthur) In offenen oder geschlossenen Vorstellungen sollen die Zuschauer eingeladen werden ein Theater an einem Ort zu erleben, der ansonsten in den Alltag integriert ist. Die Schauspielerinnen nehmen die Gegebenheiten des Ortes auf und binden ihre Figur in diesen Raum ein.

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Spiled wiiter (Play on)

von Rick Abbot
mit der Theatergruppe Schiiwerfer in Greifensee
2004

Das Stück

"Was macht man mit einer untalentierten, eigensinnigen Theatergruppe? Genau! Man setzt ihnen ein durch und durch kitschiges Stück vor, dessen Titel eindeutig ein Plagiat einer bekannten Verfilmung des Krimis "Murder Most Foul" ist, inklusive der änderungswütigen und nie zufriedenen Autorin und voilà - ist die Katastrophe perfekt!" So oder ähnlich könnte das Motto des Stücks "Play on!" von Rick Abbot lauten, denn hier läuft mehr oder weniger alles schief was während den Vorbereitungen für ein Theaterstück schief laufen kann. "Three days before dress rehearsal" können die Schauspieler noch immer ihren Text nicht, was jedoch letztendlich egal ist, denn Autorin Phyliss schneit während der Generalprobe sowieso noch einmal herein, um zu verkünden, sie habe so gut wie die gesamte Handlung von "Murder Most Foul" geändert, "weil es einfach nicht gut genug war!" Zu allem kommt, dass die Kostüme immer noch nicht richtig passen, wichtige Soundeffects im letzten Moment durch eine perfektionistische Autorin zerstört werden und sich allgemein alles nur um winzige Details wie den passenden Namen für das ach-so-wichtige Juwelencollier oder die richtige Formulierungen innerhalb der gespielten Dialoge dreht, denn schließlich soll es sich ja nicht anhören "as if it belongs beside the liverwurst"! Der immer näher rückende Aufführungstermin und die immer noch anherrschende Untauglichkeit der Schauspieler sowie des Stückes an sich, wird währenddessen oft verdrängt, und wenn doch einmal daran erinnert wird, verfallen alle in akute (und durchaus berechtigte!) Hysterie, sodass Regisseurin Gerry ihre Pappenheimer mehr als einmal zur Vernunft rufen muss und mit einem "Take a deeeep breath!" zu beruhigen versucht. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", und so wird der Aufführungstermin am nächsten Abend letztendlich doch nicht abgesagt, und die Schauspieler geben ihr Bestes - ohne die eine oder andere kleinere Katastrophe verhindern zu können...

Die Inszenierung

Die Jugendlichen des Theaters "Schiiwerfer" in Greifensee spielen die leicht gekürzte und auf Schweizerdeutsch übersetzte Version von "play on".

Die Bühne ist in zwei Teile geteilt; einen hinteren Aufenthaltsraum und einen vorderen Bühnenraum. In beiden Teilen agieren und reagieren die ausgearbeiteten Figuren während des ganzen Stücks. Im Verlauf der drei Akte werden von der Bühnenarbeiterin Andrea immer mehr Wandelemente eingebaut. Der Aufenthaltsraum verschwindet somit aus dem Blickfeld des Zuschauers, so dass für die eigentliche Aufführung des geprobten Stücks "Ein höchst abscheulicher Mord" nur noch der vordere Teil der Bühne mit einer kitschigen Kulisse sichtbar ist.
Der Erarbeitung der Figuren und deren Beziehung untereinander wurde besonderen Wert beigelegt. Es entstehen ausgereifte Charakterköpfe und eine Fülle von persönlichen Verknüpfungen, welche die Verwirrungen des Stücks unterstützen.

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Die Möwe

nach Anton Tschechow
mit der Dorfbühne Wermatswil
2004

Das Stück

Tschechows Komödie spielt auf dem Land im zaristischen Russland der Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert). In schrecklicher Langeweile öden sich die Gäste auf einem Landsitz einander an: Sie gehen sich mit kleinen Sticheleien auf die Nerven und machen sich so das Leben zur Hölle.

Der Sohn einer ehemaligen Schauspielerin Konstantin Gavrilovic Treplev will Schriftsteller werden und hat ein kleines Theaterstück geschrieben, welches am Abend auf einer improvisierten Bühne den anderen Gästen vorgespielt werden soll: "Die Möwe". Die Hauptrolle spielt dabei seine Geliebte und Muse Nina. Treplev leidet jedoch unter der ständigen Nörgelei seiner Mutter, die sein schriftstellerisches Talent und sein ganzes Leben in Frage stellt. Außerdem hat sie einen jugendlichen Freund, Boris Alekseevic Trigorin, der ebenfalls und bereits sehr erfolgreich Schriftsteller ist. Diesen Trigorin führt sie immer wieder an, wenn sie versucht, Treplevs Selbstvertrauen in sich und seine Arbeit zu schwächen. Bei der Aufführung von Treplevs Stück kommt es schließlich zum Eklat, Mutter und Sohn geraten in Streit... Mehr und mehr zeigt sich, daß Nina sich zu Trigorin hingezogen fühlt, zu seinem Charme und seinem Erfolg, der Treplev bisher versagt war. Als Treplevs Mutter und Trigorin abreisen, um zurück nach Moskau zu gehen, verläßt Nina Treplev und schließt sich Trigorin an, um fortan als Schauspielerin an seiner Seite zu sein.

Jahre vergehen und Treplev ist inzwischen ein erfolgreicher aber einsamer Schriftsteller. Unerwartet taucht Nina wieder auf. Sie hat enttäuscht Trigorin verlassen. Erfolg als Schauspielerin hatte sie, aber das Leben in Moskau hat sie sich anders vorgestellt. Sie ist am Versuch, ihre Träume zu verwirklichen gescheitert. Dennoch will sie nicht zu Treplev zurückkehren und verläßt ihn abermals. Treplev, der zwar den ersehnten Erfolg als Schriftsteller erreicht hat, als Mensch aber unfreiwillig an der Realität scheitern musste, erschießt sich schließlich.

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leben. gelebt werden

von Björn Reifler
mit SpielerInnen des Hermes Theaters in Dettingen, Konstanz
2000

Das Theaterstück "leben. gelebt werden." Besteht aus neun einzelnen Szenen, die einen kurzen Einblick in das Leben von fünf Männern und sechs Frauen geben. Der Zuschauer wird Zeuge der momentanen Verfassung der Einzelnen und erfährt dabei Bruchstücke aus der Vergangenheit, Andeutungen der Zukunft, ohne Interpretation.

Ein kleines Mädchen, das in einem Hinterhof spielt und ein rotes Kleid trägt, verbindet die Personen. Das Kind dient als Leitmotiv, bleibt dabei aber im Hintergrund. Hauptthema ist der Einfluss, den die Menschen aufeinander und auf das tragische Schicksal des Mädchens haben.

Dieses Stück kann bestellt werden. Für weitere Informationen, siehe Rubrik "Verlag".

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