Wenn du geredet hättest...theater nora Sieben Monologe von Frauengestalten aus Geschichte und LiteraturBearbeitung: Die Spielerinnen und der Spielleiter Spielleitung: Björn Reifler
Das Stück"Christine Brückner setzt das jahrhundertelang übliche Bezugs-Verhältnis zwischen Männern und Frauen voraus, um es danach in seiner Absurdität sichtbar zu machen. Und wie das geschieht - mit viel Schalksinn, Einfallsreichtum und amüsantem Umkehren aller Verhältnisse! Und immer gegen den Strich gebürstet." (Walter Jens)Diese Monologe wurden nicht überliefert, weil sie nie gehalten wurden. Aber wenn diese Frauen ungehalten waren - wozu sie allen Grund hatten - hätten ihre Reden diesen Wortlaut haben können: nach Ansicht der Autorin. Frauen aus der Geschichte, aus der Literatur, die angehört werden und etwas bewirken wollen. Die ungehaltenen Frauen bewirken mit ihren Reden nichts. Bei den Zuschauern der gespielten Monologe bewirken die Reden jedoch durchaus etwas. Die InszenierungAus Christine Brückners Buch "Wenn du geredet hättest, Desdemona" wurden sieben Monologe ausgewählt. Sechs dieser zornigen Monologe werden von Schauspielerinnen gespielt, der siebte, die Rede der Eva Hitler, geb. Braun, ertönt über den Lautsprecher.Die Monologe wurden aufgesplittet und in einer Collage zu einem ganzen Stück zusammengefasst, in welchem die Frauen miteinander und mit dem Publikum agieren können.Die fein ausgearbeiteten Rollen verbinden überlieferte Tatsachen mit eigenen Interpretationen in der Charaktergebung.Die stilisierten Handlungsabläufe ermöglichen dem Zuschauer die eigene Fantasie bezüglich des Adressaten zu erweitern.Sprachliche Variationen, Verbindungen und synchron gesprochene Texte bilden einen dichten Handlungsablauf. Die Aufführungen(Okt. - Dez. 2004) Neben den fein inszenierten Figuren und Textabläufen bleibt die Choreografie eine Improvisation am Ort. Die Wahl der Spielorte ist aussergewöhnlich: In einer Bibliothek, im Blumenladen, im Café, im Museum, ... (im Raum Winterthur) In offenen oder geschlossenen Vorstellungen sollen die Zuschauer eingeladen werden ein Theater an einem Ort zu erleben, der ansonsten in den Alltag integriert ist. Die Schauspielerinnen nehmen die Gegebenheiten des Ortes auf und binden ihre Figur in diesen Raum ein. Die Figuren und ihre Spielerinnen
Gudrun Ensslin Aufführungsdaten und Reservation |