Reiflertheater
Regie

Jack's Back

Pressetext

„Jack's Back" handelt von den Lebenslügen der Wirtin Anna und ihrer Gefährten, deren Leben sich in Rückblenden in Annas Pianobar abspielen. Anlass dazu gibt ihnen das vermeintliche Auftauchen Jacks, Annas ehemaligem Liebhaber, Vater ihrer Tochter, dem verflossenen Geliebten ihrer Freundin Ines und früheren Kollegen der Transsexuellen Rosalia. Liebe, Eifersucht, Schuld, Reue und Freundschaft bilden den Hintergrund für die musikalischen Ausführungen von mehr und weniger bekannten Jazz- und Bluesstücken. Die Entdeckung, dass der in Erscheinung tretende nicht der den Akteuren bekannte Jack ist, nimmt den kunsthistorischen slogan „l’art pour l’art“ wieder auf, um ihn auf psychologischer Ebene zu transponieren zu der Erkenntnis: Wahrheit kommt schliesslich um ihrer selbst willen ans Licht.

In Annas Bar treffen die Gäste zur happy hour ein (Sir Duke). Der Raum ist erfüllt von gastronomischer Geräuschkulisse und Gesprächsfetzen (Small talk). Unter den Gästen ist auch die Transsexuelle Rosalia (I’m just a Gigolo), zu Jacks Zeiten dessen Kollege Hugo. Nachdem Anna die Gäste willkommen heisst (I feel good), erfahren sie, ihre Freundin Iris und Rosalia von der vermeintlichen Rückkehr Jacks (Some day my prince will come; My silent love). Gemeinsam rufen sie Erinnerungen wach über den Weggang Jacks und dessen Beweggründe (Millionär). Anna erzählt, dass sie es war, die Jack wegschickte (Hit the road, Jack). Ines reagiert betroffen über das damalige Verhältnis hinter ihrem Rücken (Die Lüge der Zeit). Auf diese Art erfährt auch Annas Tochter Abby, wer ihr Vater war (Song for my father). Rosalia gesteht reumütig, dass sie – damals noch als Hugo – Jacks musikalische Idee klaute und so ihren grossen finanziellen Erfolg erzielte (Es nagt an mir). Innerlich bereiten sich die Betroffenen auf die Ankunft Jacks vor (Ain’t missbehavin’). Der vermeintliche Jack tritt in Erscheinung (I got rhythm; Fascinating rhythm) und rasch erweist sich eine banale Namensverwechslung als die Veranlassung für Geständnisse, Reue und Entdeckung. Mit der Wiederaufnahme des Eingangssongs (Sir Duke) kehren die Akteure zur Gegenwart zurück.

(Titel der Songs)

Zur Musik

Wie auch in den vorangegangenen Programmen bietet der Handlungsstrang die inhaltlichen Vorgaben und dient als Hintergrund für die musikalische Darbietung meist bekannter Jazzstandards. Rahmenhandlung und bekanntes Liedgut ergeben zusammen eine Projektionsfläche für die Zuschauer: Alle hören dasselbe; jede und jeder empfindet etwas anderes dabei und identifiziert sich mit seiner/ihrer persönlichen Variante von Musik und Geschichte. Entsprechend sind die von Jazzcetera bestellten Arrangements und Kompositionen von namhaften Schweizer Komponistinnen und Arrangeuren (Bettina Tuor, Stefan Eschmann, ...) eine persönliche Interpretation bekannter Jazzstandards, speziell für den Handlungskontext geschaffen.
Die anspruchsvollen fünf- bis sechsstimmigen Sätze studiert der Chor auch diesmal a cappella ein. Für die Aufführungen wird ein Pianist dazukommen, der den Chor begleitet, darüber hinaus aber eine eigenständige musikalische Rolle übernimmt, indem er musikalische Kommentare abgibt und in Improvisationen Stimmungen vermittelt und vertieft.

Aufführungen und Reservationen unter:

www.jazzcetera.ch

 

Fürs neue Projekt sind diese Personen an der Arbeit: (Stand Januar 08)

Idee und Konzept
Jazzcetera, Björn Reifler

Musikalische Leitung
Matthias Werder

Künstlerische Leitung
Björn Reifler

Kompositionen/Arrangements
Stefan Eschmann, Bettina Tuor, Martin R. Lehner, Matthias Werder, u.a.

Klavier
Caspar Fries

Chor
Sopran
Helen Clarke, Yvonne Hediger, Marianne Hotz, Anina Keller

Mezzosopran
Maria Fels, Karin Jufer, Barbara Kind, Uli Mürb, Dana Rufener

Alt
Barbara Fuchs, Anita Huber, Connie Kieser, Susanne Precht

Tenor
Sandro De Roma, David Labhart, Peter Sägesser, Matthias Werder

Bass
Hansruedi Brändli, Christof Ehrismann, Stefan Sieber

Präsident & allgemeine Kontaktstelle
Björn Reifler, Geiselweidstrasse 40, 8400 Winterthur, Tel. 078 685 96 28; praesi@jazzcetera.ch

 

Galerie